Samenbomben selbstgemacht

Samenbombe Saatbombe SeedbomsSaatbomben selber machen

Ein Geschenk an die Natur mit doppeltem Nutzen

Samenbomben, Seedbombs oder Samenkugel – es gibt viele Begriffe dafür, das Prinzip ist immer simpel. Ein Gemisch aus Erde, Ton und Samen wird zu kleinen Kugeln geformt, ausgeworfen und nach etwas Wartezeit entsteht ein kleiner bunter Blumenfleck.

Saatkugeln
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Während lose Samen ohne ordentlichen Boden und Pflege kaum wachsen werden, bringen Saatbomben alle Voraussetzungen mit, um auch unter schlechten Bedingungen zu kleinen Pflanzen heranzuwachsen.

Einst wurden die kleinen Bomben ausgeworfen, um vor allem in Städten brach liegende Ecken, Verkehrsinseln, Grünstreifen oder Bahndämme zum Leben zu erwecken. Für Insekten und Bienen liefert das eine wertvolle Nahrungsquelle zwischen Beton und Asphalt.*

bienenfreundlich
Geschenkidee für Mensch und Tier: auch Bienen, Schmetterlinge und Insekten freuen sich über dieses Geschenk

Nicht nur als Guerilla Gardening Aktion können die Kugeln zum Einsatz kommen, sondern sie sind auch eine wunderbare Geschenkidee – egal ob für Hobbygärtner oder Plattenbaubewohner. Denn auch auf Balkonen können die Samenbomben im Topf gezogen werden.

Wichtig ist, dass die Kugeln nicht in Erde eingegraben werden und vor allem am Anfang besonders viel Wasser abbekommen. Die beste Zeit für die „Aussaat“ ist vor einer Regenzeit in den Monaten April – Juni.

Die Saatkugeln bestehen nur aus wenigen Zutaten und sind kinderleicht zubereitet.

So werden die Samenbomben gemacht

Ihr benötigt ca. 200g Blumenerde (ohne Torf), ca. 100g Tonpulver (alternativ geht auch reines Betonit Katzenstreu ohne Duftstoffe, klein gemörsert), eine gute handvoll Samen (möglichst Saatgutmischungen aus heimischen Pflanzen), ein wenig Wasser, eine Rührschüssel und leere Eierkartons zum Trocknen.

Vermengt alle Zutaten zu einem klebrigen festen Brei (sollte nicht zu flüssig sien). Nun könnt ihr kleine walnussgroße Kugeln formen und diese im Eierkaton mindestens einen Tag lang trocknen lassen. Bei trockener und dunkler Lagerung halten die Samenbomben bis zu zwei Jahre.

Bastelspaß im „Matsch“

Samenbomben selbst herzustellen ist eine wunderbare Bastelidee für Kinder und Erwachsene. Zudem erfüllt es einen wirklich guten Zweck. Kindern kann man spielerisch die Notwendigkeit der Pflanzenvielfalt als Nahrungsgrundlage für Insekten, Bienen und Schmetterlingen erklären.

Auch das Zubereiten macht großen Spaß, einfach mal im Matsch kneten. Es ist ein persönliches Geschenk zu vielen Anlässen – Geburtstag, Muttertag, Vatertag, Mitbringsel oder einfach mal zwischendurch als liebe Geste.

Wer von euch kennt Samenbomben oder hat sie selbst schon ausgeworfen? Welche nützlichen Tipps habt ihr? Schreibt es mir gern in die Kommentare.

*Nicht alle Plätze sollten „beworfen“ werden. In Naturschutzgebieten, Privatgrundstücken oder auf landwirtschaftlich genutzt Feldern sollten die Samenbomben nicht verteilt werden. Es ist vor allem in Städten eine wunderbare Möglichkeit, diese grüner zu machen und die Artenvielfalt und Nahrungsquellen für Insekten zu erhöhen. Vor dem Gesetz ist das Bepflanzen von öffentlichen Raum Sachbeschädigung. Informiert euch also vorher, wo die Samenkugeln am besten verteilt werden können.

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