Der Apfelwinzer aus Mühlacker

ApfelweinAchim Mayer hat eine Leidenschaft für heimische Äpfel

Wenn aus einem Traum Wirklichkeit wird: der Mayerhof mit ausgewählten Spezialitäten rund um den Apfel

Winzer kennen wir aus unserer Region sicher viele, aber habt ihr schon einmal von einem Apfelwinzer gehört? Achim Mayer aus Mühlacker/Dürrmenz ist Einer, oder besser gesagt der Einzige aus der Region. Er verarbeitet das Lieblingsobst der Deutschen, den Apfel, zu ausgezeichneten Weinen und Destillaten.

Früher war der Apfelwein ein „Getränk der armen Leute“, denn der Traubenwein war oft knapp und sehr teuer. Heute kennen wir ihn eher als Kultgetränk aus dem Frankfurter Raum, sauer und vom Geschmack eher gewöhnungsbedürftig. Es wird also Zeit, sich selbst ein Bild zu machen. 

Apfelwinzer Mühlacker
Der Mayerhof in Mühlacker: ein Fachwerkanwesen aus dem Jahre 1712

Mitten in Dürrmenz liegt der Mayerhof, ein liebevoll ausgebautes Fachwerkanwesen mit Scheune, welches Achim 2014 gekauft und saniert hat. Heute ist dort seine kleine Produktionsstätte mit Gewölbekeller für seine Weine und Apfellager, Verkaufsraum für Weinproben und sein Wohnhaus. Dort tüftelt er an neuen Ideen und testet verschiedene Geschmacksrichtungen. Denn nicht jede Sorte eignet sich zum Herstellen von Weinen und Destillaten. Die Erzeugnisse sind meist sortenrein, welcher Apfel sich also gut eignet erfährt Achim nur durch Ausprobieren.

Ständig erweitert er seine Produktpalette: erhältlich sind mittlerweile verschiedene Seccos, Weine (zum Teil im Barriquefass gereift), Destillate, Sherrys und Liköre. Sein „Schwabados“ ist ein (schwäbisches) Highlight aus seinem Sortiment. Ein Apfelbrand mit Äpfeln heimischer Streuobstwiesen, welcher anschließend im Eichenfass gelagert wurde.

Bruddlr, Zwuggl oder Knilch: die Apfelweine im Sortiment tragen schwäbische Namen

Achim‘s Erzeugnisse sind handverlesen. Mittlerweile besitzt er fast eintausend Bäume auf heimischen Streubostwiesen. Bei ihm wird nichts zugekauft. Was ihm die Natur bietet, wird verarbeitet.

„Um den Apfel als Gesamtes zu verstehen ist nicht nur der Geschmack ausschlaggebend sondern auch die Pflege der Bäume.“, sagt er. Nach einigen Weiterbildungen als Streuobstpädagoge, Obstbaumpfleger und Fachwart für Obst und Gartenbau bietet er heute auch Schnittkurse an und unterstützt bei der Baumpflege. Liebevoll wird er unter Apfelkollegen auch der „Baumflüsterer“ genannt.

All die Leidenschaft zu dieser heimischen Frucht schmeckt man in seiner Arbeit und das macht den Apfelwinzer stolz. „Ein Apfelwein ist ganz anders als ein Traubenwein, er hat andere Aromen und geschmacklich kaum zu vergleichen, man muss ihn probiert haben.“ Zudem ist er bekömmlicher und erlebt einen positiven Aufschwung.

Apfelschaumwein
Achim’s neueste Entwicklung: der Sender-Cider, Mühlacker’s Wahrzeichen neu interpretiert

Achim’s neueste Entwicklung ist ein Cider. Schonend verarbeitet mit Äpfeln aus unserer Region bekommt der Mühlacker „Sender-Cider“ ein ganz eignes Label. Wir dürfen also gespannt sein, noch in diesem Jahr soll es den Apfelsekt zu kaufen geben.

Direktvermarktung
Apfelautomat auf dem Hof

Die Produkte vom Mayerhof könnt ihr im Café Tante Käthe in Eutingen (Pforzheim) probieren oder im Bürgerladen in Mühlhausen kaufen. Nach Voranmeldung ist natürlich auch ein Besuch auf dem Mayerhof kein Problem. Und wenn ihr einmal da seid: auf dem Hof hat Achim einen Apfelautomat aufgestellt, hier könnt ihr euren frischen regionalen Apfel rund um die Uhr mit nach Hause nehmen.

Anschrift:
Mayerhof
Wiernsheimer Straße 10
75417 Mühlacker-Dürrmenz

mayerhof-muehlacker.de

Habt ihr schon einmal Apfelwein probiert? Welche Erfahrungen habt ihr? Lasst mir gern eure Kommentare da.

1 Kommentare

  1. Mama sagt:

    Da sollte man doch den Wein oder Cidre mal kosten. Ich bin dabei.

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