Selbstgemachte Würze oder Basis für Suppen

GemüsevielfaltBuntes Gemüse quer Beet oder frisch vom Bauer

Herbstzeit ist Suppenzeit

So ist es zumindest bei uns. Sobald es draußen kälter wird, stehen bei uns regelmäßig Suppen auf dem Speiseplan. Diese wärmen von innen schön durch und sind außerdem gesund. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt und ganz bestimmt kommt jeder auf seinen Geschmack.

Gemüsepaste Gemüsebrühe
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Das A und O für eine gute wohlschmeckende Suppe ist eine gute Basis. Aber wo liegt der Unterschied zwischen Bouillon, Brühe oder Fond?

  • Bouillon: Kräftigere Brühe, die vor allem durch das Auskochen von Fleisch und Knochen gewonnen wird.
  • Brühe: Kochwasser, welches beim Gemüsekochen entsteht. Meist mit kurzer Kochzeit, daher eher dünnflüssig.
  • Fond: Fleisch, Gemüse oder Knochen werden lange ausgekocht um möglichst viel Geschmack an die Flüssigkeit abzugeben.
gemüsesuppe
Am besten geht es, wenn man eine große Menge Gemüse mit einem Mal zubereitet. Alles klein häckseln und weiter verarbeiten.

Um für die Suppenzeit gewapnet zu sein, habe ich dreierlei Dinge zubereitet:

  • Suppengrün geraspelt, welches ich portionsweise im Gefrierfach aufbewahre
  • Gemüsepulver (ähnlich der gekauften Instant-Gemüsebrühe)
  • Gemüse- bzw. Würzpaste

Gemüsepulver

Gemüsepulver

Damit könnt ihr Speisen, Suppen und Soßen prima verfeinern. Ich verwende alles, was der Garten oder Bauer vor Ort hergibt, beispielsweise Karotten, Sellerie, Pastinake, Petersilienwurzel, Lauch, Petersilie… Verwendet auch das Karottengrün oder Sellerieblätter, diese sind sehr schmackhaft und viel zu schade für den Müll. Schneidet ca. 1 – 1,5 kg eures Lieblingsgemüses möglichst klein (oder zerkleinert es im Mixer, je kleiner, desto schneller trocknet es) und verteilt es auf zwei Backbleche. Lasst diese für ca. 3 Stunden (je nach Menge) bei 80° im Backofen und das Gemüse trocken werden. Dabei häufig wenden, auch die Bleche hin und wieder tauschen und die Ofentür immer wieder öffnen, damit die Feuchtigkeit entweichen kann.

Wichtig ist, dass das Gemüse gänzlich durchgetrocknet ist. (Ich habe die Bleche über Nacht noch ruhen lassen und erst am nächsten Tag weiterverarbeitet.) Im Anschluss mit einem Mixer portionsweise zerkleinern, nach Belieben 2 EL Salz inzufügen und in Gläser abfüllen (Menge reicht für 2 Gläser). Das Pulver duftet richtig intensiv nach Gemüse und ist richtig schmackhaft. Allerdings ist in meinen Augen die entstandene Menge im Vergleich zum Aufwand und Energieverbrauch sehr gering.

Gemüstepaste

Würzpaste

Diese Würzpaste ist eine tolle Alternative zum Pulver, ihr könnt sie als Basis oder zum Abschmecken verwenden. Sie wird im Gegensatz zum Pulver mit rohem Gemüse und Salz angesetzt, der hohe Energieaufwand entfällt. Nutzt wie oben einfach das Gemüse eurer Wahl (ca. 1 kg Suppengemüse / 200 g Salz / 1 EL Olivenöl), gut waschen, abtrocknen, Schadstellen entfernen und in kleine Würfel schneiden. (Sauberes Arbeiten ist für eine lange Haltbarkeit unbedingt erforderlich.) Im Mixer oder Küchenmaschine die Gemüsewürfel zu einem Brei verarbeiten und Gemüse und Salz zufügen, am Ende Olivenöl zugeben. In saubere ausgekochte Gläser abfüllen und im Kühlschrank lagern. Nutzt die Paste in kleinen Portionen, da sie sehr salzig und aromatisch ist.

Resteverwertung
Gemüsereste im Topf sammeln und zu einem leckeren Fond verarbeiten, viel zu wertvoll zum entsorgen

Tipp:
Beim Verarbeiten von Gemüse setze ich parallel immer einen Gemüsfond an. Alle „Abfälle“ landen im Suppentopf: Karottenschalen, Sellerieblätter, Karottengrün, der Strunk von Blumenkohl oder Brokkoli in den Topf geben und mit Wasser auffüllen. Bei niedriger Temperatur lasse ich ihn ca. eine Stunde köcheln.
Ihr könnt auch Gemüsereste einfrieren und zu einem späteren Zeitpunkt zu einem Fond verarbeiten. Viel zu schade wäre es, dieses zu wegzuwerfen.

Nun erzählt ihr mal, seid ihr Suppenkasper oder Liebhaber? Womit verfeinert ihr eure Suppen? Schreibt es mir gern in den Kommentaren.

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