Eier färben mit Mutter Natur

Bunte EierBunte Eier mit Farben aus der Natur

Bunte Eier dank Resteverwertung

Ich bin ein Freund, möglichst alles vom Obst und Gemüse zu verwenden und nichts wegzuwerfen. Vor kurzem hatte ich meinen „Zaubertrunk“ angesetzt  (Rezept gibt es hier), dabei schäle ich gern die Zutaten. Das ist nicht zwingend notwendig, ich mag es aber lieber so. Die Schale zu entsorgen wäre viel zu schade, denn Kurkuma ist ein hochwertiges und gesundes Gewürz. Kurzerhand habe ich die Reste zum Kochen eines Suds zum Eierfärben verwendet. Ca. 0,5-1l Wasser zum Kochen bringen und die Kurkumaschalen circa 30 Minuten einköcheln lassen. Im Anschluss die gesäuberten Eier in das Wasser geben und 10 Minuten kochen. Das Ergebnis leuchtet wunderschön goldgelb. Um das Farbergebnis zu intensivieren, lasse die Eier im Farbsud abkühlen.

Eier färben
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Tipp:
Eier vor dem Kochen säubern und mit Essig abwischen, das lässt die Farbe besser haften und du  entfernst damit den Mindesthaltbarkeitsstempel. Die Eier nicht anstechen, das verlängert die Haltbarkeit, da somit keine Bakterien in die Eier gelangen können. Am besten eignen sich Eier aus Freilandhaltung, da diese eine dickere Schale haben. Damit die Eier beim Kochen nicht platzen, bewahre ich Sie ein paar Stunden vorher bei Zimmertemperatur auf.

Eier färben mit Kurkuma
Eier Färben mit Naturmaterialien: Kurkuma

Man kann die Eier auch mit einem Kaltsud färben. Das funktioniert ähnlich einfach: Die gewünschte Gemüsessorte klein schneiden und mit ausreichend Wasser ca. 45 Minuten köcheln lassen, damit die Farbe ausreichend in das Wasser übergeht. Sud abkühlen lassen (ich lasse in der Zeit das Gemüse darin liegen). In der Zwischenzeit Eier hart kochen.

Ich habe mich für Blaukraut entschieden. Es ist unglaublich, welche Farbintensivität aus diesem Kraut hervorgeht: das Wasser färbte sich zunächst tiefblau und später in ein dunkles Lila.

Eier färben Rotkraut
Eier färben mit Naturmaterialien: Rotkohl

Nun geeignete Gläser mit dem Farbsud füllen und die Eier vorsichtig hineinlegen. Achtet darauf, dass die Schale nicht kaputt und das Ei komplett mit dem gefärbten Wasser abgedeckt ist. Lasst den Eiern nun einige Stunden Zeit, die Farbe anzunehmen. Je intensiver die Farbe, desto länger sollten die Eier im Farbsud liegen. Ich habe sie bspw. die ganze Nacht ziehen lassen. Das Ergebnis kann sich zeigen lassen.

Tipp:
Um möglichst eine abwechslungsreiche Farbranche herzustellen, kann man mit Hilfe von Alltagsutensilien aus der Küche das Farbergebnis verfeinern. Gebt etwas Natron in den Farbsud, dann färbt sich das Wasser Grün. Gebt einen kleinen Schwupp Essig hinzu, dann färbt sich das Wasser Rot. Ein tolles Experiment für Kinder. Die Eier sind nach der Einwirkzeit nicht etwa rot, sondern tiefblau. Das stärkste blaue Ergebnis erhaltet ihr mit dem Zutun von Essig.

Färben mit Naturmaterial
Blau: Farbsud vom Rotkohl ohne Ergänzung. Grün: Farbsud + Natron. Rot: Farbsud + (wenig) Essig
Eier färben Blaukraut
Links: Farbsud aus Rotkohl. Mitte: Farbsud + Natron. Rechts: Farbsud + Essig.

Die besten Farbergebnisse habe ich bislang mit Kurkuma (gelbe Eier), Rotkohl (blaue Eier) und Zwiebelschalen (braune Eier) erhalten. Spinat oder Brennessel (grüne Eier) oder Rote Beete (pinke Eier) sind mir bislang nicht geglückt.

blaue Eier

Habt ihr Anregungen für mich, wie ich schöne rote oder pink farbene Eier erhalte? Wer hat das schon ausporbiert?

Ich wünsche euch viel Spaß beim Ausprobieren, Ostern steht bald vor der Tür – und es wird bunt.

4 Kommentare

  1. […] die Eier habe ich dieses Jahr einen Sud aus roten Zwiebelschalen angesetzt (weitere Ideen zum Färben mit Naturmaterialien findet ihr hier auf meinem Blog). Die abgekochte Farbe in kleine Gläser füllen und die ausgeblasenen Eier hineinsetzen. Ggf. mit […]

  2. Maria sagt:

    Noch nicht probiert, aber was mir für Grün einfällt: Matcha bzw. grüner Tee grundsätzlich und derzeit Bärlauch.

    Dass Rote Beete nicht funktioniert, wundert mich, ich färbe damit gern Stoff und da ist die Gefahr eher, dass man alles färbt, was man gar nicht färben will 😉

  3. […] Eierfärben mit Naturmaterialien (Beitrag dazu findet ihr auf meinem Blog) habe ich noch den restlichen Farbsud übrig gehabt. „Viel zu schade, um es einfach in den […]

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